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Geschichte

Die Geschichte der URAG

1890 …

… wurde das Unternehmen unter dem Namen „Schleppschifffahrtsgesellschaft Unterweser“ (SGUW) von Bremer Kaufleuten gegründet. Zu dieser Zeit wurde aufgrund des Zollanschlusses der Hansestadt Bremen und der im Gange befindlichen Begradigung der Weser ein lebhafter Anstieg des Schiffsverkehrs und der damit verbundenen Schleppschifffahrt erwartet. Zusätzlich zur reinen Schleppschifffahrt wurden Schleppkähne eingesetzt. Die Begradigung der Weser war noch nicht abgeschlossen und so musste bei größeren Schiffen ein Leichtern in Kähne erfolgen. 1897 wurden Schleppkähne mit höherer Kapazität in Auftrag gegeben, die auch für den Verkehr auf der Oberweser eingesetzt werden konnten. Drei Jahre später wurde ein Leichterverkehr für die Ostseefahrt eingeführt. Hierfür wurden zur Abrundung der Flotte vier Schleppdampfer und seefähige Leichter angeschafft. Unterbrochen wurde die Entwicklung SGUW durch den Ersten Weltkrieg.

SGUW 1897

Trotz des Krieges …

… erwarb die Gesellschaft Anfang 1915 den ersten Frachtdampfer, um den Transport von Gütern nicht nur auf den Leichterverkehr zu beschränken. Nach Ende des 1. Weltkrieges kaufte die „Metallgesellschaft“ erste Aktien der „SGUW“. Bereits 1920 besaß sie die Aktienmehrheit, sagte aber zu, dass der „bremische Charakter“ der Reederei unverändert erhalten bleiben sollte und die „MG“ auch keine bevorzugte Stellung einnehmen wollte. An diese Zusage hat sich die „Metallgesellschaft“ lange Zeit gehalten. Die Reederei wurde weiter ausgebaut. 1920 wurden zwei Frachtschiffe gekauft. Um das Ausweiten des Geschäfts über die Schleppschifffahrt hinaus zu dokumentieren, wurde die Gesellschaft 1922 in „Unterweser Reederei Aktiengesellschaft“, mit der auch heute noch bekannten Kurzform URAG, umbenannt. In den nächsten Jahren konnte die URAG trotz der schwierigen Zeit der Inflation ihre Flotte erhalten bzw. weiter ausbauen. Sie wurde dabei weiter umstrukturiert und modernisiert.

URAG 1922

Mit nur zwei Schleppern …

… wurde nach dem Ende des 2. Weltkrieges im Juni 1945 der Schleppbetrieb in Bremerhaven wieder aufgenommen und schon ein Jahr später konnte man bereits wieder von einem halbwegs normalen Betrieb sprechen. 1949 wurden wieder Seeleichter angeschafft, mit denen die URAG den Wiedereinstieg in die Frachtschifffahrt wagte. Ab 1951, nach der Aufhebung der Schiffbaubeschränkungen, wurde die Flotte dann zügig wieder aufgebaut. Dabei erforderte der Strukturwandel in der Trampschifffahrt hin zu Massenguttransporten eine Anpassung der Flotte. Das traditionelle Schleppschifffahrtsgeschäft wurde aber keineswegs vernachlässigt. Ab 1954 wurde die Schlepperflotte zügig erneuert und bereits 1958 wurden Bugsierdienste in Wilhelmshaven aufgenommen. Gleichzeitig wurde die URAG im Bereich der Überseeverschleppungen aktiv, der in den nächsten Jahren ausgebaut wurde.

URAG Schlepper Schiffahrt 1958

Mit Wirkung vom 01. Januar 1960 …

… wurde die URAG in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt. Dieser Status besteht auch heute noch. 1966 baute die URAG ihre Position in der Massengutfahrt mit Gründung der „Unterweser Reederei Beteiligungs GmbH“ aus. Ein weiteres Unternehmen, die „Roland Linie Schiffahrtsgesellschaft mbH“wurde 1970 gemeinsam von URAG und dem „Lloyd“ gegründet. 1973 wurde gemeinsam mit der „Hapag Lloyd AG“ die „Unterweser Frachtschiffahrts­GmbH & Co. KG gegründet; zwei Jahre später übernahm Hapag Lloyd den URAG-Anteil. Nach der Aufgabe der Frachtschifffahrt wurde neben der Modernisierung der Schlepperflotte, die nach wie vor das Herzstück der Reederei ist, nicht nur Ausschau nach neuen Tätigkeitsbereichen für die Schlepper gehalten, es wurden auch erste Ansätze für eine Ausweitung der Geschäftsinteressen intensiviert.

URAG 1970

In den siebziger Jahren …

… zwang der rückläufige Schiffsverkehr zu Rationalisierungen, die zur Entwicklung der sogenannten 3-Mann-Schlepper führten. Es wurde das Konzept eines Schleppers entwickelt, das sowohl für die Hafenschleppassistenz als auch für Seeverschleppungen geeignet war. 1978 wurden die ersten Schlepper dieser Art abgeliefert, die in der Folgezeit auch zahlreiche Bohrinselverholungen und Dockverschleppungen durchführten. Ferner kam auch noch die Versorgung von Bohrinseln hinzu, für die spezielle Offshore-Versorgungsschiffe entwickelt wurden. 1989 übertrug die „Metallgesellschaft“ ihren 100-%igen Anteil an der URAG auf die Lehnkering Montan Transport AG (heute VTG-Lehnkering AG). 1999 wurde die VTG-Lehnkering innerhalb des Preussag Konzerns der Hapag-Lloyd AG angegliedert. Im Jahre 2001 übernahm die Linnhoff Schiffahrt GmbH & Co. KG, Buxtehude, die URAG zusammen mit der RF Forschungsschiffahrt GmbH und der WIKING Helikopter Service GmbH.

URAG 1999

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